Moza prescht 2026 mit einer großen Hardware-Offensive vor. Dabei sind in diesem Jahr bereits mehrere Bases und Lenkräder erschienen, weitere Hardware folgt noch. Hier findet ihr alle großen Projekte im Jahr 2026.

Die Hardware-Offensive für 2026 von Moza Racing
Die Hardware-Offensive für 2026 von Moza Racing kann sich sehen lassen!

Beinharte Bases: Moza R21 und R25

Mit dem Moza R21 Ultra DD und dem Moza R25 Ultra True Torque brachte Moza bereits Ende letzten Jahres zwei neue Bases auf den Markt. Während das R21 Ultra DD auf die namensgebenden 21 Newtonmeter kommt und einen Preis von 799 Euro hat, erreicht das R25 Ultra True Tourqe DD stolze 25 Newtonmeter bei einem Aufpreis von 200 Euro. Des Weiteren verspricht Moza bei der Messung des Drehmoments des R25 eine Abweichung von gerade einmal 0,1 %, sowie eine Ansprechrate von zwei Kilohertz. Im Praxistest fühlte sich das R25 in Sachen Effekte auch ein klein wenig feiner an. Allerdings ist man in dieser Preisklasse mit dem R21 ebenfalls gut bedient, die Unterschiede sind minimal.

Moza R21 Ultra und R25 Ultra
Die neuen Highend-Wheelbases R21 und R25 Ultra sind äußerlich baugleich.

Das merkt man auch an der Bauweise. Beide Bases haben dieselben Maße von 248,8 x 140 x 135 Millimeter und wiegen neun Kilo. Das Gehäuse mit den inzwischen gängigen Lamellen, die als Lüftungssystem fungieren, besteht zumindest fast komplett aus Aluminium. Die Rückseite ist noch aus Plastik aufgrund der dort integrierten Stecker. Hier finden sich auch die üblichen Verdächtigen: Anschlüsse für USB-B, Strom, Pedale, Shifter, Dashboard, Handbremse und Not-Aus. An den seitlichen, oberen Kanten sind zusätzlich noch zwei LED-Leisten verbaut, welche Telemetrie-Daten während dem Rennen anzeigen.

Moza R25 Ultra Wheel Base Anschluss
An der Rückseite gibt es die gute Anschlussmöglichkeiten für Zubehör.

Ebenfalls neu ist der Flachdreh-Motor, der das Rastmoment auf ein nicht mehr spürbares Minimum beschränkt und unfassbar glatt läuft. Für den Quick-Release setzt Moza auf ihr eigenes, geläufiges Modell. Außerdem hilfreich: die Bohrungen für die Montage sind nicht nur unterhalb der Base, sondern auch seitlich, an der Front und oberhalb verbaut. Letztere können dann auch als Dashboard-Befestigung genutzt werden. Wie auch schon bei den Vorgängerbases von Moza unterstützen auch die neuen High-End-Modelle iRacing im 360-Hz-Modus. 

Luxuriöse Lizenz-Lenker: Lamborghini Revuelto und Porsche Mission R

Diese offiziell lizenzierte Replik aus dem Lamborghini Revuelto sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch vergleichsweise groß. 34 Zentimeter Durchmesser misst der Rahmen, mitsamt dem sauber vernähten Kunstlederüberzug. An der Front finden sich 12 beleuchtete Tasten. Diese sind auch “Ready-to-Race”, also komplett bedruckt und ohne alternative Aufkleber.

Natürlich sind die Funktionen der Tasten in Mozas hauseigener Pit-House-App trotzdem frei modifizierbar. Interessant sind auch die Drehregler. Nicht nur sind auf diesen vier weitere, beleuchtete Drucktasten verbaut, die Drehregler rasten auch nicht ein. Sie kehren immer wieder in die Ausgangsposition zurück. Somit müssen die angesteuerten Phasen einzeln ausgewählt werden.

Moza Lamborghini Revuelto Steering Wheel
Das hochwertige Moza Lamborghini Revuelto Steering Wheel sorgt für Supersportwagen-Feeling.

Auf der Rückseite befinden sich vier Carbon-Schaltwippen, die den Halleffekt nutzen. Die oberen, magnetischen Paddles lassen sich auch knackig klicken. Außerdem verstecken sich unter diesen an der Rückseite des Lenkers zehn weitere Tasten. Auf jeder Seite ist praktisch ein Steuerkreuz mit einer zusätzlichen mittleren Taste verbaut. Allerdings sind diese auch wegen des großen Lenkerkranzes etwas schwer zu erreichen.

Das neueste Lenkrad im Moza-Kosmos ist mit einem Preis von 429 Euro noch relativ günstig, zieht man die Lizenz in Betracht. Dennoch merkt man dem Zwei-Kilo-Wheel an, dass es sich um das Lenkrad eines Straßenfahrzeugs handelt. Es wirkt bei Rennsimulationen doch ein wenig kontraintuitiv und ist somit eher etwas für echte  Lamborghini-Fans. Wer hingegen auf Effizienz in der Sim setzt, für den sind die zwei folgenden Lenkräder eher eine Überlegung wert.

Mit edler Porsche-Lizenz

Moza Porsche Mission R Steering Wheel
Das Moza Porsche Mission R Steering Wheel mit großen OLED-Display.

Nach Lamborghini geht auch Porsche mit einem Lizenz-Lenker an den Start. Das originalgetreue Wheel des Porsche Mission R besteht, neben dem Alu-Rahmen, hauptsächlich aus einem OLED-Display. Dieses misst 5,4 Zoll bildet nicht nur 720 p ab, sondern auch eine Bildwiederholungsrate von 60 Hertz. Die riesige Dashboard-Benutzeroberfläche ist, wie üblich, in der Pit-House-App frei konfigurierbar.

Dem gewaltigen Bildschirm fällt aber die ein oder andere Taste zum Opfer: Nur sechs Tasten sind an der Front des Wheels verbaut. Hinzu kommen zwei Daumen-Drehregler, sowie zwei normale Drehregler. Die Rückseite zieren vier Alu-Schaltwippen und zwei weitere Tasten für die Zeigefinger. Allerdings hat das Mission R auch einen stolzen Preis: 1399 Euro. Das im Januar angekündigte Wheel ist inzwischen ebenfalls erhältlich.

Wuchtige Wheels: Moza KS Pro und CS Pro

Der Nachfolger des Moza KS hat es nämlich in sich. Der Rahmen ist carbonverstärkt und 30 Zentimeter groß. Für den optimalen Grip sind die Griffe des 1,5-Kilo-Wheels gummiert. Dieses Lenkrad kostet zwar auch knapp 350 Euro, ist aber für seine Preisklasse mit ordentlich vielen Funktionen ausgestattet. Ins Auge springt vor allem das 3-Zoll-HD-Display. Hier können verschiedene Layouts in 800 x 268 p abgebildet werden. Zusätzlich finden sich oberhalb des Displays 12 LEDs für die Drehzahl, den Rand schmücken jeweils drei LEDs für Telemetriedaten. Auch die Front kann sich sehen lassen.

Moza KS Pro Steering Wheel
Das Moza KS Pro Steering Wheel besitzt beleuchtete Tasten und Drehregler sowie ein konfigurierbares Display.

Zehn beleuchtete Tasten sind hier angeordnet, dazu gesellen sich zwei dreh- und klickbare 7-Wege-Sticks sowie vier Daumen-Drehregler. Wem das aber noch nicht reicht, kann noch weiter am (Lenk-)Rad drehen: Unterhalb des Displays sorgen fünf weitere Drehregler für maximale Optimierungsmöglichkeiten. Diese sind auch hintergrundbeleuchtet, hinter den jeweils 12 auswählbaren Stufen sind ebenfalls LEDs angebracht.

Hinzu kommt noch ein Schwung hochwertiger Aufkleber für die Tasten oder den Lenkerkranz. Rückseitig sind vier Schaltwippen zu finden, ausgestattet mit Halleffekt. Selbst die zwei digitalen Paddles sind wuchtig, ganz zu Schweigen von den analogen. Außerdem sind hier zwei weitere Knöpfe an den oberen Ecken, gut erreichbar mit dem Zeigefinger. Letztendlich hält das Wheel auch stabil, dank des Moza-Quick-Releases, auf jeder aktuell erhältlichen Moza-Base.

Runder Lenker mit Vollausstattung

Moza CS Pro Steering Wheel
Der Moza CS Pro Steering Wheel ist mit 32,5 cm überraschend groß dimensioniert.

Auch das Moza CS hat nun eine Pro-Variante, wobei diese optisch eher an das Moza RS erinnert. Das CS Pro ist zwar preislich identisch mit dem KS Pro, aber mit 32,5 Zentimetern Durchmesser etwas größer. Das schlägt sich auch auf das Gewicht aus, satte 2,18 Kilo bringt das Wheel auf die Waage. Die Konstruktion ist ebenfalls kohlefaserverstärkt und mit Kunstleder überzogen. Außerdem befinden sich an den Seiten handliche Griffmulden.

Auch das Display ist baugleich zum Moza KS Pro, jedoch gibt es bei den Tasten ein paar Unterschiede. Acht beleuchtete Tasten sind vorne verbaut, zwei unbeleuchtete befinden sich auf der Lenkerrückseite in Zeigefingernähe. Zwei dreh-und klickbare Sieben-Wege-Sticks sind an der Front angebracht, allerdings gesellen sich dazu “nur” vier beleuchtete Drehregler und zwei Daumen-Drehregler. Letztere lassen sich aber dafür klicken. Auch die Schaltwippen sind wuchtig wie die Paddles des KS Pro, analog zum austauschbaren Lenkerkranz aber etwas größer. Generell ist das CS Pro ein wenig modularer, auf der Rückseite ist noch Platz für zwei weitere, separat erhältliche Schaltwippen. Wie auch das KS Pro ist das Moza CS Pro für 349 Euro erhältlich.

Preiswerte Pedale: Moza SRP-2

Auch bei den Pedalen lässt sich Moza nicht lumpen. Im Lieferumfang der SRP2-Pedale sind ein Gaspedal, die baugleiche Bremse sowie die Frontplatte mit Platz für eine Kupplung enthalten. Die Pedale sind auch variabel einstellbar. So sind die Höhe, Winkel der Pedalplatten sowie deren Spannung konfigurierbar. Bei der Bremsstärke wird auf Elastomere in drei verschiedenen Stärken zurückgegriffen. Diese bieten auch viele verschiedene Möglichkeiten, da die Loadcell bis zu acht dieser Elastomer-Einsätze zulässt.

Moza SRP2 Pedale
Dank integrierter Loadcell in der Brmese sind die Moza SRP2 Pedale ein gutes Angebot.

Das Feintuning der Pedale wird erweitert durch die umfangreich ausgestattete Moza-Pithouse-App, obwohl es sich hier “nur” um Loadcell-Pedale handelt. Der Preis ist, Moza-typisch, auch vergleichsweise erschwinglich. So kosten die SRP-2 Pedale mit 159 Euro genauso viel wie das Vorgängermodell SRP, welches noch ohne Loadcell auskommen musste. Dafür bekommt ihr das Standard-Set mit Bremse, Gas und Frontplatte, für die baugleiche Kupplung sind weitere 50 Euro fällig. Des weiteren ist ein zusätzlicher Befestigungswinkel für die Wand ebenfalls im Handel für 35 Euro.

Was bringt die Zukunft?

Und selbst bei den Neuankündigungen hat Moza 2026 nur eine Devise: Vollgas. Auf der GDC 2026 stellte der chinesische Hersteller erstmals seine Haptik-Plattform HMA150 vor. Das Prunkstück sind die vier Aktuatoren, die mit den namensgebenden 150 Millimetern einen gewaltigen Hubweg haben. Auch die 150 Hertz Vibrationsgeschwindigkeit liegen weit über dem Standard. Und bei der Beschleunigung soll das Haptik-System bis zu ein G erreichen, zumindest bei einem Gewicht bis zu 250 Kilogramm. Das Maximallast der Aktuatoren beträgt 350 Kilo und damit kommen diese immerhin auf noch 0,45 G Beschleunigung. Über das Release-Datum geschweige denn einen ist leider noch nichts bekannt. Dennoch könnte gerade Letzteres im vergleichsweise günstigen Moza-Portfolio spannend werden.

Moza HMA 150 Haptic Motion Platform
Das neuartige Motion-System Moza HMA 150.

Aber auch auf Software-Ebene gab es auf der GDC Neuigkeiten: auch im Bereich Künstliche Intelligenz gab es spannende Ankündigungen. Denn auf dem Moza HMA150 laufen nicht nur reine Rennspiele. Dank dem Motion Manager werden auch Untergrundverhältnisse, Kollisionen oder das Fahrzeugverhalten von Gefährten in beispielsweise Cyberpunk 2077 oder GTA V an das Haptiksystem übertragen.

Dafür liest die KI die audio-visuelle Effekte aus und wandelt diese in taktile Reize um. Wer nur beim reinen Rennsport bleiben will, dem hilft in Zukunft vielleicht Racing Lab weiter. Dabei handelt es sich um ein Trainingssystem, welches aktiv auf das Lenkrad und Active Pedals zugreifen kann. Somit gibt die KI optimale Bremspunkte oder Kurveneinschläge vor, und dass für Einsteiger, Fortgeschrittene, aber auch Experten.

Moza hat bereits im März 2026 für alle anderen Hardware-Herstellern die Messlatte ordentlich nach oben versetzt. Zwei starke Bases sowie die zwei preis-leistungs-technisch unfassbar guten KS Pro und CS Pro Lenkräder sind bereits auf dem Markt. Es folgten weitere Prestige-Lenkräder wie die kürzlich erschienenen Lamborghini Revuelto oder Porsche Mission R. Hardware-technisch ist Moza 2026 überragend aufgestellt und auch in puncto Software tut sich einiges, wie der neu vorgestellte KI-Assistent. Lediglich Playstation-Kompatibilität fehlt dem chinesischen Hersteller – noch. Doch hier handelt es sich wahrscheinlich nur um eine Frage der Zeit.

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