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Mit dem T818 erschien 2022 die erste Direct-Drive-Basis von Thrustmaster. Dabei setzt der Hersteller vor allem auf leichte Bauweise, um ein schnelles Ansprechverhalten zu ermöglichen. Doch kann die 5,5 kg schwere Basis auch mit der aktuellen Konkurrenz mithalten?
Mit einem Preis von 650 Euro gehört das T818 zur Mittelklasse der Sim-Racing-Bases. Dennoch weist es stolze zehn Newtonmeter Drehmoment vorw. Dabei ist es mit seiner ungewöhnlichen Sechseckform kompakt ausgefallen. Drei der Außenflächen sind mit Kühlrippen ausgestattet. Zwei weitere Außenflächen sind mit Metallplatten bestückt, welche ausgetauscht werden können. Dafür bietet Thrustmaster verschiedene Designs in ihrem Shop an. An der Unterseite finden sich M6-Bohrungen in einem Abstand von 63 x 79 mm. Um auch wirklich in jedes Rig zu passen, gibt es eine separat erhältliche Cockpitmontierung (40 Euro) oder alternativ auch eine Tischklemme (50 Euro).
An der Vorderseite der Basis ist ein sechseckiger LED-Ring verbaut. Dieser fungiert aktuell nur als nettes Gimmick, könnte aber theoretisch auch die Drehzahl oder ähnliches visualisieren. Der Lenkeinschlag ist über seitliche Tasten am Gerät einstellbar. Ein Display fehlt jedoch am Gerät.
Auf der Rückseite reihen sich neben dem Stromanschluss und dem USB-C-Port für den Anschluss am PC auch zwei RJ-Anschlüsse für weitere Thrustmaster-Hardware auf. Die Base ist kompatibel mit gängigen Pedalen aus dem Hause Thrustmaster. Konsolenkompatibel ist die T818-Basis jedoch nicht.
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Das hauseigene Thrustmaster-Quick-Release-System
Zum Anschluss eines Lenkrads setzt Thrustmaster auf ein neues Quick-Release-System. Dabei kann der Lenker einfach eingesteckt und mittels Hebelverschluss gesichert werden. Dabei sitzt das Lenkrad satt ohne Spiel auf. Jedoch rächt sich hier ein wenig die leichte Konstruktionsweise. Zwar ist das Quick-Release aus hochwertigem Kunststoff gebaut, jedoch ist hier ein leichter Flex zu vernehmen.
Damit man aktuelle Lenkräder von Thrustmaster jedoch anschließen kann, benötigt man einen lenkradseitigen Adapter. Dieser wird beim T818 mitgeliefert, zudem sind Adapter separat beim Hersteller erhältlich.
Druckvolles Force Feedback des Thrustmaster T818
Das Force Feedback ist wirklich druckvoll mit seinen konstanten zehn Newtonmeter Drehmoment. Außerdem ist das T818 laufruhig, was bei einem Direct-Drive-System aber auch selbstverständlich sein sollte. Eine leichte Rasterung ist trotzdem noch spürbar. Dabei springen die Kräfte auch schnell an, dennoch war der erste Testlauf eher enttäuschend. Zwar sorgen die ungefilterten Effekte für ein realistisches Fahrgefühl, allerdings auch für Oszillieren in den Grundeinstellungen.
Auch bei hohen Geschwindigkeiten war zunächst vergleichsweise wenig Druck auf dem Lenker. Daher ist ein Blick ins Gamecontroller-Panel in Windows Pflicht. Hier lassen sich Lenkwinkel, Gesamtstärke, Dämpfung und Linearität justieren. Daneben gibt es zwei Betriebsmodi (Sport und Performance), je nach Art der Simulation. Allerdings ist die Auswahl einstellbarer Parameter zu wenig und erlaubt zu wenig Kontrolle. Das macht die Konkurrenz (z. B. Moza Racing) besser.
Daneben hinkt das T818 bei feinen Effekten der Konkurrenz hinterher. So kommen gerade Curbs und Unebenheiten auf der Fahrbahn mit einem Fanatec Clubsport DD+ um einiges präziser herüber. Letzteres unterstützt auch Konsolen, was beim T818 nicht der Fall ist. Aber auch beim ähnlich bepreisten Cammus C12 sind derartige Effekte feiner abgestuft, und da ist das Lenkrad gleich mit integriert.
Fazit zum Thrustmaster T818
Das Thrustmaster T818 erfüllt auf jeden Fall seinen Job. Inzwischen merkt man ihm aber sein Alter an, vor allem im Vergleich mit anderen Bases. Dennoch ist der Kauf eine Überlegung wert, wenn man bereits andere Thrustmaster-Hardware besitzt.