Welches Einsteigerlenkrad ist eigentlich das Beste?

Für unser Lenkrad-Duell treten heute an G923 oder T248: Das Thrustmaster T248 und das Logitech G923!

Was taugen die Wheels G923 und T248 wirklich? Und welches ist besser?
Hier kommt der Praxistest!

Für das Sim Racing gibt es ja massig unterschiedliche Lenkräder. Und zwei besonders beliebte Modelle gibt es nun in einer neuen Version. Zunächst einmal bei Logitech: Zu den wohl beliebtesten Lenkrädern auf dem Markt gehört sicherlich das Logitech G29 Das bekam mit dem G923 einen fast baugleichen Nachfolger spendiert. Der offizielle Preis liegt bei 400 Euro.

Gegen dieses Wheel tritt das brandneue Thrustmaster T248 an. Das das Einsteigermodell T150 beerbt. Der offizielle Preis beträgt hier 350 Euro. Beide Lenkräder sind mit vielen gängigen Rennspielen auf PC sowie auf der PS4 und der Playstation 5 kompatibel. Das G923 gibt es alternativ auch als Xbox-Variante.

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Los geht’s mit dem Duell des G923 und T248

Zunächst muss die Hardware bestellt werden. Das ist gar nicht mal so einfach, denn viele Händler bieten beide Geräte zum Kampfpreis an, wie der Preisvergleich auf Google oder Amazon zeigt. Das Schöne ist, dass die Lenkräder oft unter dem offiziellen Preis zu haben sind. Das Logitech G923 gibt es bereits unter 300 Euro, das neuere Thrustmaster T248 ist preislich dagegen noch nicht so weit herunter gerutscht. Hier wird zwar der offizielle Verkaufspreis unterboten, allerdings pendelt sich das Wheel aktuell bei 330 Euro ein.

Thrustmaster T248 Lenkrad mit Pedale

Auspacken und Montage

Alle nötigen Teile für Plug and Play werden mitgeliefert.

Bei beiden Modellen sind alle nötigen Teile für Plug and Play mitgeliefert, wie externes Netzteil und USB-Kabel. Für beide Lenkräder benötigt ihr im Grunde nur einen Tisch zur sicheren Befestigung.

Das Logitech G923 besitzt dazu eine durchdachte Schraublösung. Das Thrustmaster T248 dagegen kommt mit einer gewöhnlichen Schraubklemme daher.

Die mitgelieferten Pedale positioniert ihr dann einfach unter dem Tisch. Doch Vorsicht: die Pedale können schnell wegrutschen, was sich im Praxistest gleich zeigen wird. Profis können beide Wheels auch anschrauben, beispielsweise in ein Sim Rig, ein Renncockpit oder einen Playseat.

Überraschend gute Verarbeitung

Überraschend gut sind beide Lenkräder für diese Preisklasse verarbeitet. Dabei unterscheiden sie sich jedoch klar beim Design. Das Logitech G923 bietet einen griffigen Lederbezug, der sich wie in einem Sportwagen anfühlt. Dazu kommen knackige Schaltwippen und zusätzliche Bedienelemente wie ein Drehrad.

Zudem gibt es eine schwere Pedalerie mit drei Pedalen und einer praktischen Teppichkralle für Standsicherheit auf Teppichen.

Thrustmaster T248 Lenkrad mit Pedale

Das Thrustmaster T248 sieht dagegen spaciger aus und ist nur an der Außenseite mit Leder überzogen. Der Rest ist aus Plastik. Doch auch beim Logitech wird viel Plastik verarbeitet. Insgesamt wirkt das T248 durchdacht, das Design ist jedoch Geschmackssache. Schön, dass die Basis des T248 sehr kompakt ausfällt. Auch gefallen die zahlreichen Tasten und Wippschalter. Nur die Schaltwippen klackern recht laut.   Die mitgelieferten dreiteiligen Pedale sind ganz ähnlich wie beim Konkurrenten, allerdings lässt sich hier die leichtgängigere Druckfeder der Bremse durch eine schwergängigere austauschen. Das sorgt für einen Vorteil, wie sich gleich im Praxistest herausstellt.

Wie gut machen sich die Lenkräder in der Praxis?

Für den Praxistest habe ich die Wheels ausgiebig auf PS4, PS5 und PC getestet. Beide werden von vielen Rennspielen wie Gran Turismo Sport, WRC, Dirt Rally und Assetto Corsa unterstützt. Nach dem Einschalten kalibrieren sich beide Lenkräder zunächst, was normal ist.

Vergleichen wir aber zunächst die verschiedenen Features der Lenkräder. Der Lenkeinschlag von 900 Grad ist bei beiden identisch. Auch der Lenker-Durchmesser von 28 Zentimeter. Damit erhält man genug Kontrolle über das virtuelle Fahrzeug. Auch die Stärke des Force Feedback wirkt bei beiden ähnlich stark, dazu aber gleich mehr.

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Bei der Ausstattung des G923 und T248 gibt es interessante Unterschiede

Das T248 besitzt neben seinen 25 Tasten auch ein leuchtstarkes LED-Display. Damit lassen sich verschiedene Informationen einblenden wie zum Beispiel Gang, Drehzahl oder Geschwindigkeit. Leider wird das bisher nur von wenigen Renntiteln wie F1 2021, Dirt 5, WRC 10, iRacing oder RaceRoom unterstützt. Daneben lässt sich das Force Feedback in drei Stufen einstellen. Das wird gleich noch für unseren Vergleichstest nützlich sein.

Das G923 besitzt dagegen kein Display, sondern nur eine LED-Leiste, die die aktuelle Drehzahl anzeigt. Zum Ausgleich gibt es jedoch eine hauseigene Technik namens True Force. Diese Technik soll Vibrationen an der Lenksäule simulieren, was aber genauso nur bei wenigen Spielen wie Gran Turismo Sport oder Assetto Corsa Competizione funktioniert

Übrigens:


Die Lenkräder können nicht nur für Rennspiele, sondern auch für viele Arbeitssimulatoren wie dem Landwirtschaftssimulator, Euro Truck Simulator 2 oder Bus Simulator eingesetzt werden.

Mit welchem Lenkrad fährt man denn nun schneller – G923 oder T248?

Für diesen Test vollziehen wir gezeitete Runden in Gran Turismo Sport auf der PlayStation. Mit jedem der Lenkräder fahren wir zwölf Runden mit dem selben Wagen, auf der selben Strecke. Dazu treten wir im Porsche 911 RSR Gruppe 3 auf der Strecke Lago Maggiore an und nehmen daraus die beste Runde und die Durchschnittszeit. Der Rennkurs ist anspruchsvoll und benötigt guten Rhythmus und Feingefühl, um schnell durchzukommen. Perfekt also um unsere beiden Wheels zu vergleichen.

Los geht’s mit dem Thrustmaster T248

Laut Hersteller arbeitet im Inneren ein Hybrid-Antrieb aus Zahnradtrieb und Riementrieb. Bei Fahrtests in verschiedenen Rennsimulationen erweist sich das Force Feedback als gut differenziert. Der Grip des Autos und die Curbs der Strecke sind als Kräfte am Lenkrad also gut fühlbar.

Das T248 besitzt eine moderate Stärke und Widerstand ähnlich dem T300 vom selben Hersteller. Das Drehen des Lenkers sowie anliegende Force Feedback Effekte sind jedoch klar hörbar. Für den Fahrtest stelle ich das Force Feedback auf Stufe 3. Damit kommen auch weniger starke Effekte stärker an und sorgen für ein besseres Fahrgefühl. Nach einigen Ausrutschern und wenigen Runden Übung pendeln sich die Rundenzeiten beim Testen ein. Vor allem die letzten Runden fallen am besten aus.

Zwei Dinge fallen dabei auf: Sobald der Wagen untersteuert, merkt man das sofort als Rattern am Lenkrad. Sofort wisst ihr, dass ihr den Grip verliert. Daneben machen die Pedale einen sehr guten Eindruck. Vor allem das Bremspedal bringt einen guten Gegendruck beim Anbremsen. Dieses ist für den Test mit der schwergängigeren Feder ausgestattet, die ich vorher installiert habe. Damit kann man recht gefühlvoll in Kurven hineinbremsen. Unter dem Strich kommt mit dem T248 eine Bestzeit von 1:54.613 heraus.

Thrustmaster T248 im Praxis-Test

Weiter geht es mit Testrunden mit dem Logitech G923

Zuerst fällt der etwas griffigere Lenker auf, der sich mehr wie in einem echten Auto anfühlt. Vor allem wegen der genähten Lederoberfläche. Allerdings fällt beim Fahren sofort ein Rattergeräusch auf, das nahezu durchgängig vorhanden ist. Jeder Force Feedback Effekt wird von unschönem Klappern begleitet. Schuld ist die veraltete Zahnradtechnik, die bei G29 – genauso wie beim G923 – zum Einsatz kommt. Insgesamt hat man wegen der True Force Technik noch mehr Vibrationen am Lenker, auch auf der Geraden.

Die Effekte kommen mit dem G923 noch unmittelbarer herüber. Allerdings fühlt sich das nicht so natürlich an. Außerdem ist der Grenzbereich hier etwas schwammiger zu spüren. Denn beim T248 merkt man das Rutschen deutlicher. Auch die gut verarbeiteten Pedale wirken relativ weich und bieten etwas wenig Gefühl. Das fällt vor allem in der ersten Kurve unseres Testkurses auf. Bei jeder Runde bin ich hier mit dem G923 langsamer als mit dem T248. Einfach, weil ich nicht so ein gutes Gefühl an der Bremse kriege.

Und dennoch holt sich das G923 die Bestzeit und kommt auf 1:54.579. Damit ist es dem T248 einen Hauch voraus. Genauer gesagt 34 Tausendstel. Das ist echt nur ein minimaler Unterschied.

Unter dem Strich würde ich sagen, dass ihr mit beiden Wheels gleich schnell sein könnt. Zudem fällt mir auf, dass es in so manchen Kurven klares Verbesserungspotenzial gibt. Hier bräuchte ich einfach noch mehr Runden Training. Interessant ist dabei auch, dass beim T248 eine stetige Verbesserung bei jeder Runde spürbar ist. Beim G923 komme ich dagegen recht schnell relativ auf konstante Runden.

Welches Lenkrad ist denn nun besser?

Grundsätzlich fällt auf, dass man auf der Strecke nahezu identisch schnell ist – egal ob mit T248 oder G923. Zudem fährt man mit beiden Lenkrädern sicherer als mit einem Controller. Manche Rennspiele sind zudem gar nicht für Controller ausgelegt, wie zum Beispiel Assetto Corsa Competizione. Da braucht man einfach ein Wheel.

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Die wahren Unterschiede und Kaufgründe für die Lenkräder stecken im Detail

Das Thrustmaster T248 gefällt mit seinem zahlreichen Tasten, dem vielseitigen LED-Display und dem dreistufig einstellbaren Force Feedback. Vor allem letzteres ist der größte Pluspunkt, da die Effekte viel vom Fahrgefühl vermitteln. Zudem wirken diese einen Tick ausgefeilter.

Das Logitech G923 dagegen punktet mit seiner schickeren Verarbeitung, dem gut designten Leder-Lenkrad und den direkter wirkenden Effekten. Das Force Feedback gefällt mit variantenreichen Effekten, allerdings ist der Grenzbereich etwas schwammig.

Was bei beiden nervt, ist die Lautstärke. Das T248 hat laute Schaltwippen, das G923 klackert dagegen die ganze Zeit. Das ist jedoch vernachlässigbar, wenn ihr mittels Kopfhörer spielt. Gut und kompetitiv fahren könnt ihr mit beiden Lenkrädern. Beide ermöglichen euch einen sehr guten Einstieg ins Sim Racing. Letztlich ist es auch eine Preisfrage, welches aktuell günstiger angeboten wird.

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