Gran Turismo 7 für PS4 und PS5 will nicht nur ein Rennspiel sein, sondern ein Car Life Simulator. Das wird schon klar, wenn ihr mit der Kampagne loslegt. Denn der Karriere-Modus ist für Teil 7 die größte Neuerung. Dieser läuft fast genauso wie bei früheren Teilen ab. Mit 20.000 Cr zum Start kauft ihr euch einen billigen Kleinwagen und startet erste Rennen.

Kauft euch zum Start einen billigen Kleinwagen und startet erste Rennen.

Ungewohnt ist, dass ihr in den ersten Stunden angeleitet werdet. Denn das Café ist erster Anlaufpunkt. Hier erhaltet ihr einführende Aufgaben, die sich auf 39 Menübücher verteilen. Das ist vor allem für Anfänger praktisch, die sich anfangs vielleicht verloren fühlen. Meist absolviert ihr Rennen und gewinnt Wagen, um das nächste Menübuch freizuschalten. Erst mit abgeschlossenen Aufgaben schalten sich weitere Orte auf der Karte frei wie z. B. die eigene Garage, Missionen, Gebrauchtwagenhändler, Tuning und auch weitere Rennstrecken.

GT7: Umfang und Technik

Es gibt über 100 Rennveranstaltungen in drei Regionen (Amerika, Europa und Asien). Diese verteilen sich auf 34 Kurse mit 97 Layouts. Viele der Strecken kennt man aus Gran Turismo Sport, andere kommen aus alten Teilen. So z. B. der High Speed Ring, Deep Forest und Trial Mountain. Für gewonnene Rennen erhaltet ihr wie früher Preisgelder und Erfahrungspunkte für eure Sammlerstufe. Daneben gibt es tägliche Belohnungen ähnlich wie in GT Sport. Für spätere Rennen benötigt ihr Rennlizenzen. Wiederum gibt es Lizenztests mit Gold, Silber und Bronze Wertungen, dazu auch Streckenerfahrungen, Drift- und Zeitrennen.

Technisch wird auf PlayStation 5 knackscharfe 4K-Optik bei 60 fps geboten. Auf PS4 zumindest 1080p bei ebenso 60 fps. Auf der PS5 sind zwei Grafikmodi aktiverbar: Bildrate oder Ray-Tracing. Letzteres aktiviert Ray-Tracing jedoch nur in Replays, Garage und dem Fotomodus. Daneben fallen auf PS5 die kaum vorhandenen Ladezeiten auf. Nahezu instant sind die Rennstrecken geladen.

Kaum vorhandene Ladezeiten auf der PS5.

Wie gut fährt sich Gran Turismo 7?

Das Fahrverhalten wurde im Vergleich zu Gran Turismo Sport deutlich überarbeitet. Die Autos fühlen sich schwerer an, vor allem die Straßenwagen. Das heißt, ihr könnt nicht mehr so aggressiv in Kurven rasen. Rennwagen der Gr. 4 bis Gr. 1 dagegen sind agiler und reagieren schneller. Beim Fahren merkt man die neue Reifenphysik deutlich. GT7 simuliert den Übergang zwischen Grip und Rutschen ‒ also die Mischreibung ‒ besser als frühere Teile.

Ebenso simuliert GT7 die Gewichtsverteilung und die Bodenhaftung besser. Zudem wird auch Wind und Aerodynamik exakter berechnet. Aber: GT7 ist ja für jedermann gemacht, auch für Einsteiger. Ihr könnt deshalb drei Schwierigkeitsstufen und viele Fahrhilfen zuschalten. Beispielsweise Traktionskontrolle, ABS, Ideallinie, Streckenmarkierungen sowie automatische Bremsfunktion.

Wähle zwischen drei Schwierigkeitsstufen und schalte viele Fahrhilfen zu.

Wie gut steuert es sich?

Gran Turismo 7 lässt sich genauso gut mit Dualsense Controller wie mit Lenkrad fahren. Vor allem das haptische Feedback am Dualsense lässt euch die Fahrbahn spüren. Ihr spürt Kurbs genauso wie die Bodenoberfläche. Außerdem habt ihr auf der L2-Schultertaste einen höheren Widerstand wie eine echte Bremse. Was natürlich nicht fehlt: ein Rattern, wenn das ABS greift. Beim Gaspedal auf R2 merkt man vor allem das Rutschen der Vorderreifen und den Eingriff der Traktionskontrolle, wenn der Wagen rutschen will.

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Daneben gibt es umfangreichen Lenkrad-Support. Allen voran das neue offizielle Gran Turismo Lenkrad, das Fanatec DD Pro [affiliate link]. Das wird komplett mit Force Feedback und allen Tasten unterstützt. Auch mit den vier Tasten für das Schnelltuning im Rennen! Dieses sorgt für ein überzeugendes Fahrgefühl und macht euch sicherer am Lenker. Außerdem funktionieren weiterhin Logitech G29 und G923, Thrustmaster T-GT, T300RS, T150, T80 und Fanatec CSL Elite und Podium F1 Lenkräder.

GT7 mit umfangreichem Lenkrad-Support.

Zeit und Wetter in Gran Turismo 7

Volle Kontrolle ist auch nötig, denn Gran Turismo 7 kann euch mit wechselndem Wetter überraschen. Bei Regen wird der Asphalt nicht nur nass, sondern auch rutschiger und es entstehen Pfützen am Streckenrand. Das Wetterradar kündigt dabei Wolkenfronten an. Die originalgetreue Wettersimulation wird passend je nach Region simuliert. Leider gibt es Regengüsse nicht auf allen Strecken.

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Der Sonnenstand ist dagegen auf allen Kursen korrekt dargestellt, genauso wie der Mond und der Sternenhimmel bei Nacht. In GT7 fahrt ihr auch durch die Nacht auf einigen Strecken. So werden Nachtfahrten in Le Mans und am Nürburgring simuliert. Diese schalten sich aber erst nach einiger Spielzeit in der Karriere frei.

Es werden Nachtfahrten in Le Mans und am Nürburgring simuliert.

Autos und Tuning

In Gran Turismo 7 gibt es drei Autohändler: Gebrauchtwagen, Brand Central für Neuwagen und Legendäre Autos. Bei letzterem gibt es teure Kultwagen mit entsprechend hohem Preis. 420 Fahrzeuge finden sich im Fuhrpark von GT7. Wobei die Auswahl mit künftigen Updates sicher noch wachsen wird.

Die Wagen könnt ihr allesamt hochtunen. Es gibt fünf Tuning-Kategorien mit 60 Bauteilen. Aufhängung, Getriebe, Chip-Tuning, Luftfilter, Kompressor und sogar Lachgas dürfen verbaut werden. Damit steigert ihr die Leistung und die Leistungspunkte der Wagen, damit ihr konkurrenzfähig bleibt ‒ egal ob in der Karriere oder online. Außerdem könnt ihr euer Fahrzeug per Setup für bestimmte Strecken abstimmen.

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Beim Menüpunkt GT Auto dürft ihr eure Wagen mit Autowäsche, Ölwechsel, Motorüberholung oder verbreiterte Karosserien aufpeppen. Außerdem finden sich Felgen und Anbauteile für Front, Seite und Heck sowie Flügel. Nicht zuletzt auch Lackierungen und einen verbessserten Lackeditor wie schon in GT Sport. Eure Fahrzeuge könnt ihr wiederum im Scapes-Modus abfotografieren.

Die Wagen könnt ihr allesamt hochtunen.

Wie gut fährt es sich Online beim Gran Turismo 7?

Genau wie in GT Sport gibt es auch in Gran Turismo 7 wieder Multiplayer-Rennen. Wahlweise könnt ihr eigene Lobbies mit eigenen Regeln für bis zu 16 Spieler erstellen. Maßgeblich ist hier nicht mehr die BoP (Balance of Performance) zur Chancengleichheit, sondern die Leistungspunkte der Autos. Entsprechendes Tuning bringt euch somit größere Siegchancen ein. Bei den Lobbies mangelt es noch an der Funktionalität wie in GT Sport, was sicher noch gepatcht wird.

Daneben gibt es den Sport-Modus mit offiziellen täglichen Rennen in drei Klassen. Offizielle Online-Rennen und Rennen gegen Computergegner finden mit bis zu 20 Teilnehmern statt. Zudem findet sich einen Zweispieler-Splitscreen. Leider herrscht bei Gran Turismo 7 eine Onlinepflicht vor. Sobald ihr offline geht, funktionieren nur noch die Arcade-Rennen und die Music Rally.

Daneben gibt es den Sport-Modus mit offiziellen täglichen Rennen in drei Klassen.

Was ist neu?

Eine der wenigen echten Neuerungen ist die Music Rally. Dahinter verbergen sich Fahrmissionen, in denen ihr Musik hört. Beim Fahren zählt nicht die Zeit, sondern die Beats der Musik herunter und ihr versucht so weit wie möglich zu kommen. Ansonsten baut GT7 auf altbewährte Spielinhalte der Vorgänger wie Gran Turismo 4, 5 und 6.

Ist Gran Turismo 7 trotzdem so genial, wie wir uns das versprochen haben?

Ja, absolut. Es ist ein Rennspiel-Epos, zu dem es einfach nichts Vergleichbares gibt. GT7 verbindet das Beste der Gran-Turismo-Serie: Zum einen das Online-System und die kompetitiven Online-Rennen von GT Sport. Zum zweiten besitzt es einen fetten Karriere-Modus, ähnlich wie schon in Gran Turismo 4. Auch wenn die Karriere nichts wirklich Neues oder Innovatives bringt, motiviert diese sicherlich für Wochen und Monate.

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